Mundhygiene: Zähneputzen alleine reicht nicht

Wenn es um das richtige Zähneputzen geht, heißt es: Bitte gerüttelt, nicht geschrubbt! Denn die Technik spielt bei der Zahnreinigung eine wesentliche Rolle. Wo früher noch intensiv gekreist, hin und her oder auf und ab geputzt wurde, rät der Zahnarzt heute lieber zur Rütteltechnik, damit der Zahnbelag nicht noch tiefer in die Zahnzwischenräume geschoben wird. Dabei sollte mit leichtem Druck gearbeitet werden. Geputzt wird Zahn für Zahn, indem man die Zahnbürste leicht schräg auf den Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn ansetzt, da sich dort die meisten Bakterien festgesetzt haben. Durch das leichte Rütteln lockern sich die Zahnbeläge und können dann zur Kaufläche hin ausgestrichen werden. Am besten putzt man immer nach einem bestimmten Schema, beginnt beispielsweise am Oberkiefer bei den Backenzähnen außen bis zu den Schneidezähnen, dann die andere Hälfte. Dann kommen die Zähne im Unterkiefer außen dran, schließlich alle Zähne innen und zuletzt die Kaufläche.

Klar, dass das nicht in den üblichen zwei Minuten zu schaffen ist, die die meisten Menschen in Deutschland beim Zähneputzen aufwenden. Rund 5,4 Minuten muss man für eine solch intensive Reinigung rechnen – und das dreimal täglich. Überlegenswert ist die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste, die bei richtiger Technik eine bessere Reinigungswirkung erreicht. Zusätzlich zum Putzen sollten einmal täglich die Zahnzwischenräume gereinigt werden. Das macht man am besten mit spezieller Zahnseide, die in der Apotheke erhältlich ist.

Weil sich die Bakterien nicht nur auf den Zähnen, sondern auch auf der Zunge ansiedeln, ist eine Reinigung der Zunge ebenfalls zu empfehlen. Hierzu gibt es in der Apotheke spezielle Zungenreiniger, mit denen man den Zungenbelag abschaben kann. Damit vermindert man auch eventuellen Mundgeruch.

Zahnärzte raten, ein bis zweimal im Jahr eine intensive Zahnreinigung in der Praxis durchführen zu lassen. Diese wird jedoch von den Kassen nicht bezahlt und kostet zwischen 50 und 100 Euro, je nach Aufwand.

Wenn unterwegs nach der Malzeit keine Zahnbürste zur Hand ist, hilft übrigens auch mal ein Zahnpflegekaugummi aus der Apotheke. Der zuckerfreie Kaugummi regt die Speichelproduktion an und neutralisiert hierdurch die Säuren im Mund.

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